8 Blickwinkel

27. March 2008, 08:39 Uhr

Wie ich mit Schrecken festgestellt habe, muss ich noch 3 Kinokritiken nachholen, weshalb die vielleicht auch nicht ganz so ausführlich sein werden (aber mal ehrlich, wer will das alles ernsthaft lesen?)

In dem Thriller 8 Blickwinkel geht es um ein Attentat auf (wie könnte es auch anders sein) den amerikanischen Präsidenten (ordentlich: William Hurt), der in Spanien auf einer Kundgebung zur globalen Terrorbekämpfung spricht. Mit von der Partie ist der erfahrene Secret Service Agent Thomas Barnes (grobschlächtig: Dennis Quaid), der allerdings nervlich etwas angeschlagen ist, nachdem er sechs Monate zuvor eine Kugel für den Präsidenten abgefangen hat. Das gelingt ihm blödhafterweise diesmal nicht und so kann er weder verhindern, dass der Präsident von zwei Kugeln durchlöchtert zu Boden geht, noch dass wenige Augenblicke später eine Bombe den Platz, auf dem die Kundgebung statt findet, in Schutt und Asche legt…
Den ganzen Beitrag lesen »



T-Mobile und der Kundenservice

25. March 2008, 11:00 Uhr

Folgendes Zitat habe ich auf German-bash aufgeschnappt:

z00mand: Wenn man bei der T-Mobile Homepage nach “Kundenservice” sucht kommt ein Fehler 404.
z00mand: Wenn man aber nach 404 sucht kommt eine Seite auf der steht, dass kein Eintrag gefunden wurde und… tadaa die Nummern des Kundenservices.

und gleich mal nachgeprüft.

Beweis: Suche nach “Kundenservice”

tmobile_kundenservice

Beweis: Suche nach “404″

tmobile_404



Drängeln auf der Autobahn

10. March 2008, 10:36 Uhr

Es gibt ja seit einiger Zeit drakonische Strafen gegen sogenannte “Drängler” (was ich im übrigen voll unterstütze!). Nun bin ich bei German-Bash auf eine interessante Auflistung gestoßen, wie sich ein hohes Bußgeld auf der Autobahn vermeiden lässt. Das wollte ich mal nachprüfen und habe deshalb die entsprechenden Gesetze und Verordnungen recherchiert. Es sieht tatsächlich im deutschen Verkehrsrecht so aus:

  • Zu nah auffahren (drängeln): 200 - 250 €, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot (BKaTV §5 Nr. 12.5 und 12.6)
  • Rechts überholen: 50€, 3 Punkte (BKaTV §5 Nr. 17)
  • Seitenstreifen benutzen: 50€, 2 Punkte (BKaTV §5 Nr. 88)
  • Blaulicht verwenden: vorerst 40 €, 1 Punkt, allerdings können verschiedene weitere Ordnungswidrigkeiten und unter Umständen auch Straftatbestände hinzukommen - von daher keine wirklich gute Idee (Diskussionthread)
  • Die beste Möglichkeit ist allerdings immer noch, sich einfach an die StVO zu halten. Die Zeit, die man durch Regelüberschreitungen einspart ist im Allgemeinen äußerst gering, dabei aber wesentlich gefährlicher für sich und andere.



    Lands of Theoria

    28. February 2008, 07:47 Uhr

    Es ist prinzipiell gar keine schlechte Idee, die Abenteuer einer Pen & Paper Rollenspielgruppe ein wenig aufzubereiten und als Hörspiel zu vertonen, schließlich enthält gutes Rollenspiel meist auch die notwendigen Zutaten guter Geschichten: vielschichtige Charaktere, ein spannender Plot, Situationskomik, Action und viel Phantasie.

    In “Lands of Theoria” ist allerdings alles ein wenig verworren: Da sind zum einen der schwerst-cholerische Zwerg Balosch und die Elfin “Ich-bin-hinter-allem-was-männlich-ist-her”-Akascha, die ihre gesamte Ausrüstung an einen gutaussehenden elfischen Dieb verlieren, der Druide Jack, der mit den Traditionen seiner Zunft nicht viel anfangen kann, der kleine Gnom-Zauberer Sam, der seine Meisterin in einem Kampf gegen böse Orks verliert, und der noch kleinere und irgendwie an Abahachi aus “Der Schuh des Manitu” erinnernde Halblingsschurke Travie, der von Goblins entführt wird.

    Es ist durchaus nicht so, dass man sich die 7 bisher erschienenen Episoden nicht anhören könnte - sie sind ordentlich produziert und teilweise recht lustig. Allerdings ist der Plot dermaßen zerstückelt und in verschiedene Charaktere, Orte und Gegebenheiten aufgeteilt, dass es schwer fällt, einen roten Faden zu finden. Außerdem stört, dass von den jeweils etwa 10-minütigen Episoden schon mal 3 Minuten aus “Was in der letzten Folge geschah” und Abspann bestehen.
    Absolut unverzeihlich ist leider auch, dass die Macher derbst-dreist vom Meister der humoristischen Phantasy, nämlich Terry Pratchett klauen. Denn Theoria wird auch die “Scheibenwelt” genannt und ruht auf drei riesigen Nashörnern, die wiederum auf dem Rücken einer gigantischen Weltraumschnecke stehen, welche seit Jahrtausenden durchs All gleitet. Sorry, liebe “Lands of Theoria”-Autoren, aber entweder ihr macht wirkliche Fanfiction oder ihr denkt euch was Eigenes aus!

    Trotz allem aber ein nettes Hörspiel für zwischendurch.

    Hier gehts zum Download



    FDP spamt - und zahlt

    20. February 2008, 14:44 Uhr

    Ach wie schön wäre es doch, den Wahlkampf durch virale Werbung voranzutreiben - das dachte sich wohl die FDP, als sie vor kurzem eine Agentur beauftragte, zahlreiche Werbe-E-Mails für die Partei an tausende Adressen zu verschicken - unerwünscht und mit erfundenem Absender.
    Hanno Zulla, ein hamburger Blogger, ärgerte sich so sehr darüber, dass er das einzig Richtige tat: nämlich über seinen Anwalt eine Abmahung an die FDP zu schicken.
    Nach ein wenig Geplänkel (”wir können auch zurückschlagen”) entschied sich die von der Partei beauftragte Kanzlei, die Abmahnung noch vor Fristablauf zu akzeptieren.

    Schön, wenn derart miese (und illegale) Werbepraktiken nicht einfach akzeptiert werden. Hoffentlich tun es Hanno viele gleich.



    Allimania

    14. February 2008, 08:32 Uhr

    “Hier kommt Demolition Dimitri, der furchtlose Gnom-Hexenmeister und ich verfluche euch!”
    “Ich bin Atinuviel, die schlaue und wunderschöne Elfen-Priesterin”
    “Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Miracoli. Ich bin ein Druide und werde nicht für euch kochen.”
    “Horst mag keine Vorspannmusik, aber er ist ein großer, starker Krieger!”

    Diese vier Charaktere bilden das Herzstück einer gelungenen World of Warcraft Fan-Hörspielserie, von der inzwischen schon 17 (Update: 19) Folgen erschienen sind. Die Umsetzung ist dabei für ein Hobbyprojekt wirklich klasse, die Sprecher sind gut und die Episoden strotzen nur so vor verrückten Ideen und satirischen Seitenhieben - insbesondere natürlich gegen einige Eigenarten von World of Warcraft, aber auch z.B. gegen den FC Bayern, unsere Kanzlerin und andere Dinge des täglichen Lebens. Dass der Humor dabei ab und zu ins Prepubertäre abrutscht ist durchaus verschmerzbar - allein schon, weil gerade das für Leute, die WoW und ihre Community kennen, einen hohen satirischen Charakter hat.

    Witzig, spritzig, mit vielen Skurrilitäten versehen und auch noch gut produziert: Das hätt ich gerne öfters!

    Den Download gibts über die Seite www.wowszene.de

    EDIT: So, und weil die Downloads dort zurzeit nicht funktionieren, hier Direktlinks zu allen Folgen:
    Den ganzen Beitrag lesen »



    Detektive, Agenten und Gehirnsauger

    12. February 2008, 09:38 Uhr

    Da es leider viele, viele frei erhältiche Hörspiele gibt, die ich nicht empfehlen, aber trotzdem erwähnen will, wird es ab und zu eine solche Liste mit Kurzrezensionen geben. Achtung: Die hier vorgestellten Hörspiele sind wirklich nur etwas für eingefleischte Fans!
    Den ganzen Beitrag lesen »



    Das Vermächtnis des geheimen Buches

    11. February 2008, 17:46 Uhr

    Am Mittwoch ging’s schon zum zweiten Mal mit Nicholas Cage, Justin Bartha und Diane Kruger auf Schatzsuche, die in jeder Hinsicht opulenter ausfiel als der Vorgänger “Das Vermächtnis der Tempelritter”.

    Thomas Gates, der Urgroßvater von Benjamin Franklin Gates (Nicholas Cage), gilt allgemein als amerikanischer Volksheld, hat er der Überlieferung zufolge doch verhindert, dass die Konföderierten einen gewaltigen Schatz in die Hände bekommen, mit dem sie den amerikanischen Bürgerkrieg gewonnen hätten. Für diese Tat, nämlich die Tagebuchseiten zu verbrennen, auf denen ein verschlüsselter Hinweis auf den Schatz zu finden war, bezahlte er in der gleichen Nacht mit dem Leben, in der Abraham Lincoln, Gründervater und Lieblingspräsident der Vereinigten Staaten Amerikas, einem Attentat zum Opfer fiel.

    Diese Geschichtsschreibung gerät gehörig ins Wanken, als ein gewisser Mitch Wilkinson (böse: Ed Harris) während eines Vortrags von Ben Gates plötzlich mit einer der fehlenden und vermeintlich verbrannten Tagebuchseiten auftaucht, die Thomas Gates als Mitverschwörer an dem Attentat auf Lincoln identifiziert.
    Diese Anschuldigungen an die Ehre der Familie Gates sind insbesondere für Ben’s Vater Patrick (Jon Voight) zuviel und so entschließt sich Ben kurzerhand, den legendären Schatz zu finden und damit die edle Tat seines Vorfahren eindeutig zu beweisen.
    Den ganzen Beitrag lesen »



    Die haarsträubenden Fälle des FBI: Ausgehorcht

    6. February 2008, 07:38 Uhr

    Die Nachricht ist zwar schon etwas her, aber einfach zu schön um vergessen zu werden:
    Focus Online berichtete vor kurzem, dass diverse Abhörgeräte des FBI von den entsprechenden Telefonfirmen abgeschaltet wurden, da die Gesetzeshüter die Rechnungen dafür nicht rechtzeitig bezahlt hatten.
    Inspekteure des amerikanischen Innenministeriums sprechen davon, dass über die Hälfte der Rechnungen für die Abhöreinrichtungen zu spät bezahlt wurden und werfen dem FBI Missmanagement vor. Durch die Abschaltung einiger der lange überfälligen Geräte seien sogar Beweise verschwunden.

    Also, liebe Terroristen, wenn ihr telefonieren wollt, macht das von den USA aus, da scheint es doch immer noch am Sichersten zu sein.



    Das Canossa-Virus

    4. February 2008, 10:26 Uhr

    In den letzten zwei Wochen habe ich circa 30 frei erhältliche Hörspiele durchgehört - und bin nun etwas ernüchtert. Der Großteil an freien Hörspielen scheinen leider tatsächlich derart schlecht produzierte Hobbyprojekte zu sein, dass ich sie hier lieber nicht erwähnen möchte.
    Nichtsdestotrotz gibt es aber immer wieder ein paar Perlen, allerdings stehen diese teilweise nur zeitlich beschränkt zum Download zur Verfügung. Deshalb habe ich mich entschieden, aus meiner “Hörspiel der Woche”-Rubrik eine allgemeine Empfehlungsrubrik zu machen. Ich werde nach wie vor versuchen, mindestens ein gutes Hörspiel pro Woche ausfindig zu machen, aber wenn ich über mehrere stolpere, gibt’s die just-in-time :)

    Ein recht witziges und originelles Hörspiel ist “Das Canossa-Virus”, produziert von einer Anwaltskanzlei für Medienrecht. Darin verschwindet über Nacht das Internet und der Privatdetektiv R. Schmitt wird von eben jener Anwaltskanzlei beauftragt, herauszufinden, wer das Internet entführt hat und es vor allem wieder zu beschaffen.
    Zwischen verrückten Ideen, Parodien auf das Detektiv-Krimi-Genre und Ausflügen in die Hippie-Ära gibt es zum Schluss dann noch durchaus ernsthafte Denkanstöße.
    Trashig, überdreht, aber sehr gut produziert ist die Geschichte in jedem Fall hörenswert.

    Zu finden ist der Download unter http://www.das-canossa-virus.de/